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letzte Woche ergab sich bei einem Besuch im “Harburger Lokschuppen” ( http://www.harburger-lokschuppen.de ) in kleiner ingoformativer Runde eine Diskussion über die Eichhorn-Austauschkupplungen. Ich erzählte, daß ich diese zuverlässig im Einsatz habe. Da ich dazu schon vor vielen Wochen einen Bericht angefangen hatte, habe ich dieses zum Anlass genommen, diesen nun auch mal fertigzustellen und hier abzuladen, da ich davon ausgehe, daß er noch über die oben erwähnte Runde hinaus von Interesse sein könnte. Here it comes:
Einige Wagenserien älteren Baujahres fallen wegen der fehlenden Kurzkupplungskinematik (KKK) im Zugverband durch den größeren Kuppelabstand auf. Auch bei mir finden sich einige solcher Fahrzeuge,
die ich aber aus verschiedene Gründen nicht ausmustern oder durch ihre technisch verbesserten Nachfolger ersetzen möchte. Die von W. Eichhorn (hier auch als "Wutz" bekannt) angebotenen
Standardkupplungsköpfe für MTX- und Arnold-Wagen bzw. für Roco-Fahrzeuge mit verkürztem Schaft können diesen "alten Möhren" zu einem kürzeren Kuppelabstand verhelfen. Ich habe nun bei einigen
Fahrzeugen die Originalkupplungsköpfe gegen die Eichhornköpfe ausgetauscht. Bei Kupplung mit neueren Waggons, die bereits eine KKK aufweisen, lässt sich damit die Optik des Zugbildes verbessern. Die
Ergebnisse sind auf den untenstehenden Bildern zu sehen. Die gezeigten Wagen konnten hinterher Radien von 225 mm mit Ausnahme von S-Kurven ohne Zwischengerade problemlos befahren, kleinere Radien habe
ich mangels Vorhandensein nicht testen können.
Minitrix-Waggons => LINK (290 kB) Den noch ohne KKK ausgestatteten ozeanblau(?)/beigen Bm hatte ich günstig (weil noch ohne KKK) auf einer Börse
schießen können. In Gesellschaft seiner KKK-Kollegen ist er hinsichtlich des Kuppelabstandes sofort zu erkennen (1). Nach Austausch der Kupplung zeigt sich ein gefälligeres Bild (2). Bei den bayrischen
Schnellzugwagen kann man im "Werkszustand" kaum noch von einem Kuppelabstand sprechen, die einzelnen Wagen folgen einander eher im Blockabstand. Die neuen Kupplungen bringen hier einiges (3).
Für die Orientexpresswaggons gilt dasselbe (4). Auch der alte 28er (hier in umlackierter Version) lässt sich mit Erfolg tunen (5). Ein Hindernis beim Kupplungstausch könnten die bei manchen
MTX-Wagenserien vollständig verschlossenen Kupplungskammern sein. Wie man dieses in den Griff bekommt, beschreibe ich hier nicht, sondern verweise auf die Suchfunktion. Kupplung/Tausch/Trix sind
zielführende Suchbegriffe.
Roco-Waggons => LINK (550 kB) Bei den Roco-Fahrzeugen lauert eine Gemeinheit. Zumindest bei den Umbauwagen und den Hechten hatten die ersten
Serien als Kupplungskammerdeckel eine Blechkrampe, deren Laschen zur Befestigung umgebogen wurden. Für diese Ausführung ist die Roco-Version der Eichhornkupplung nicht geeignet, hier müssen vielmehr die
für MTX und Arnold gedachten Austauschköpfe verwendet werden. Die Roco-Eichhornkupplung passt _nur_ für die späteren Versionen der Kupplungskammern mit Kunststoff-Klipsdeckel! Also empfiehlt es sich, vor
dem Kupplungstausch den Wagen umzudrehen und den Kupplungskammerdeckel zu prüfen, denn sonst schlabbert der neue/falsche Kupplungskopf hinterher in der Kammer nicht höhenstabil umher. Bei den
Schürzenwagen passt trotz Kunststoffklipsdeckel nur die MTX-version.
Nun zu den Bildern... Die Hechte gewinnen durch den Kupplungsaustausch enorm, wie das Vorher- (6)- bzw. Nachher-Bild (7) zeigt.
Die Schürzenwagen profitieren ebenfalls von den neuen Kupplungen (8)&(9). Die alten vierachsigen Umbauwagen weisen trotz fehlender Kulisse von vornherein einen für die damalige Zeit recht engen
Kuppelabstand auf (10). Werden nun auf beiden Seiten die Kupplungen getauscht, lassen sich zwei umgebaute Wagen stramm Wulst an Wulst kuppeln (ohne Bild). Leider sind sie dann noch nur auf der Geraden
einsetzbar. Daher habe ich nur auf einer Seite die Kupplung getauscht, damit die Wagen die Kurve kriegen (11). Noch einen Blubb enger ist der Kuppelabstand zu einem Wagen mit KKK (12). S-Kurven ohne
Zwischengerade sind dann aber tödlich und erfordern einen Hilfszugeinsatz. Für die Umbau-Dreiachser gilt dasselbe wie für die vierachsigen Brüder (ohne Bild). Im Kuppelabstand deutlich bemerkbar macht
sich der Tausch auch bei älteren Roco 26,4m-Wagen wie dem T2S-Schlafwagen (13) oder den alten Eurofima-Wagen (14). Die Kombination zweier kupplungsgetauschter alter Eurofima-Wagen führt zum gleichen
Abstand wie in (14), daher habe ich auf ein weiteres Bild verzichtet.
Fazit: mit wenig Aufwand lassen sich alte liebgewonnene Waggons noch etwas aufbrezeln, um ihr Dasein auf der Anlage und nicht
in der Schrottkiste zufristen.
Gruß, Carsten
Nachtrag: Bei den gezeigten Roco-Waggons finden folgende Eichhornköpfe Verwendung:
- Hechte mit Kunststoffklipsdeckel am Kupplungskasten: Roco-Version - Umbauwagen mit Blechdeckel am Kupplungskasten: MTX-Version
- Schürzenwagen mit Kunststoffklipsdeckel am Kupplungskasten: MTX-Version - Schlafwagen: Roco-Version - Eurofima-Wagen: Roco-Version
Die Beschreibungen/Anleitungen sind bei W. Eichhorn für die MTX-Version unter http://www.eichhorn-modellbau.de/P_R_O_D_U_K_T_E/S_P_U_R___N/Kupplungskopf_kurz/13043_Kurzkupplung_Arnold_Trix.pdf und für die Roco-Version unter http://www.eichhorn-modellbau.de/P_R_O_D_U_K_T_E/S_P_U_R___N/Kupplungskopf_kurz/13044_Kurzkupplung_Roco.pdf zu finden.
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